BILDUNG gestalten – Zukunft leben
„Bildung ist die mächtigste Waffe, um die Welt zu verändern.“
Nelson Mandela
Bokamoso Kindergarten
„Bildung ist die mächtigste Waffe, um die Welt zu verändern.“ – Nelson Mandela
Dieses Zitat hat weltweite Gültigkeit. Ohne Bildung ist ein menschenwürdiges Leben schwer zu erreichen. Deshalb spielt sie auch bei Bokamoso eine zentrale Rolle.
Doch wer denkt, dass sich Eva und Thabang auf dem Erreichten ausruhen, irrt. In enger Kooperation mit dem Verein Ubuntu e.V. (lebenslust-ubuntu.com) wurde die Vision eines Kindergartens Wirklichkeit.
Andrea Schumann, die seit 2014 mit Freunden und Bekannten die Bildungsarbeit in Südafrika durch Geld- und Sachspenden sowie ehrenamtliches Engagement unterstützt, erkannte darin ein vielversprechendes Projekt. In kurzer Zeit kamen genügend Spenden zusammen, um ein Haus zu bauen – ein Ort, der nicht nur als Kindergarten, sondern auch als Probenraum für den Chor dient.
Ein Kindergarten wäre ohne eine kompetente und liebevolle Begleitung der Kinder kaum vorstellbar. Auch daran hat Ubuntu gedacht! Drei der von Thabang benannten Chormitglieder nehmen an einem Online-Programm teil, um ab 2026 als Bildungsbegleiterinnen arbeiten zu können.
Bis dahin laden sie jeden Samstag die Kinder aus Ratanda zu einem erlebnisreichen Tag im Bokamoso Daycare ein.
Das Ziel ist es, die Kinder bestmöglich auf die Schule vorzubereiten. Neben Spiel und Spaß kommt die gezielte Förderung dabei nicht zu kurz.
Bildungspatenschaften
„Ihre Unterstützung schafft Chancen!“
In Südafrika hat die Schulpflicht zwar gesetzlich festgelegt, dass Kinder im Alter von 7 bis 15 Jahren zur Schule gehen müssen, jedoch wird die Einhaltung dieser Pflicht nicht immer streng kontrolliert. Wenn Kinder in Südafrika nicht zur Schule gehen, kann dies mehrere Konsequenzen haben:
Bildungsverlust und eingeschränkte Chancen auf ein menschenwürdiges Leben
Erhöhtes Risiko von Kinderarbeit und Ausbeutung
Erhöhtes Risiko von Kriminalität und Drogenmissbrauch
Gesundheitsrisiken und unzureichende Aufklärung
Aber warum besuchen zu viele Kinder Afrikas keine Schulen?
Armut
Familien können sich Schulmaterial, Uniform oder Transport nicht leisten. Viele Kinder müssen arbeiten.
Fehlende Schulen & Lehrer
In ländlichen Gebieten gibt es oft keine Schulen oder zu wenig ausgebildete Lehrkräfte.
Benachteiligung von Mädchen
Frühe Heirat, Schwangerschaft oder fehlende Hygieneprodukte halten viele Mädchen vom Schulbesuch ab.
Konflikte & Unsicherheit
Kriege und Gewalt zerstören Schulen oder machen den Schulweg zu gefährlich.
Krankheit & schlechte Versorgung
Krankheiten, Unterernährung oder Pflege kranker Angehöriger hindern Kinder am Schulbesuch.
Traditionelle Rollenbilder
Bildung wird oft nicht als wichtig angesehen – vor allem nicht für Mädchen.
Der Besuch einer staatlichen Schule in Südafrika gewährleistet eine grundlegende Schulbildung. Auf die individuellen Stärken und Talente der Kinder kann dabei jedoch kaum eingegangen werden. Um eine gezieltere Förderung zu erhalten, müssten sie eine Privatschule besuchen – diese ist jedoch kostenpflichtig und für viele Familien finanziell nicht tragbar.
Andrea, Eva und Thabang würden am liebsten allen Kindern den Zugang zu einer guten Schule ermöglichen – doch das bleibt leider ein Wunschtraum. Allerdings gibt es eine Chance für einige: Kinder, deren Schulgeld (ca. 100 € pro Monat: darin enthalten sind die Schulgebühr, Transportkosten, Schuluniform, Essen und Bildungsmaterial) für mind. 24 Monate durch private Sponsoren übernommen wird, können eine bessere Bildung erhalten.
Aber wer darf auf eine Schule mit besserem Bildungsangebot? Hierfür hat Thabang ein faires und transparentes System entwickelt. Kinder, die regelmäßig zur Schule gehen, sozial unauffällig sind, aus Familien stammen, die Bildung wertschätzen, haben die Möglichkeit, in das Förderprogramm aufgenommen zu werden.
Bevor jedes Schuljahr abgeschlossen wird, erfolgt eine sorgfältige Evaluierung, ob die Kinder weiterhin die Schule besuchen dürfen. Entscheidend ist, dass das Kind regelmäßig zur Schule geht, sozial gut integriert ist und das Elternhaus aktiv und wohlwollend hinter der Bildung des Kindes steht. Erfüllt ein Kind diese Kriterien, ist der Schulbesuch für das kommende Jahr gesichert.
Diese sorgfältige Auswahl erklärt, warum nur einer begrenzten Zahl von Kindern gleichzeitig der Zugang zur Privatschule gewährt werden kann. Die bereitgestellten Mittel sollen sicherstellen, dass die Kinder bestmöglich bis zum Ende ihrer Schulzeit unterstützt werden können.
Für die Bereitstellung des Schulgeldes kann über den Verein Ubuntu e.V. ein Spendenbeleg ausgestellt werden. Es wird zu 100 % garantiert, dass die Spende ausschließlich für das Schulgeld verwendet wird.